Über die Farm
Khalid, der auf der Farm aufgewachsen ist, leitet den Familienbetrieb der Familie Echemo mit demselben Engagement wie schon sein Vater und sein Grossvater vor ihm. Mittlerweile arbeitet er gemeinsam mit seinem Bruder und beide sind ständig bestrebt, die Qualität ihres Kaffees zu verbessern. Heute verfügt die Plantage über 31 Hochbeete zum Trocknen von Kaffee, von denen sechs für den Honigprozess reserviert sind. Für den Natürlichen Prozess erntet und sortiert Khalid Shifa die besten Kirschen mit grösster Sorgfalt. Anschliessend werden sie drei Wochen lang auf den Hochbeeten in der Sonne getrocknet. Jeden Tag werden die Kirschen umgemischt für eine gleichmässige Trocknung.
Echemo dient sowohl als Plantage als auch als Verarbeitungsstätte und ist von historischer Bedeutung. Der Name „Echemo“ leitet sich von einem Baum ab, der mit der Feuererzeugung in Verbindung gebracht wird. Die hier angebauten Kaffeesorten zeichnen sich durch eine besondere Krankheitsresistenz aus. Diese Setzlinge wurden von Khalids Grossvater in Choche gesammelt, einem Ort, der oft als Ursprungsort des Kaffees in der Region Kata Mudga diskutiert wird. Die Echemo Farm verfügt über 160 Trocknungsbeete, verarbeitet pro Saison bis zu sieben Container Kaffee und ist für verschiedene Kaffeeverarbeitungsmethoden ausgerüstet. Die Erntezeit erstreckt sich normalerweise von November bis Mitte Januar, doch in diesem Jahr wurde aufgrund unerwarteter klimatischer Veränderungen bereits im September/Oktober mit der Ernte begonnen.
Über den Produzenten
Khalid Shifa ist einer der führenden Kaffeelieferanten für Belco aus Äthiopien und verarbeitet vor allem Kaffee aus Echemo, Badaye und Loya Sedi, die sich alle in der Region Oromia, Zone Jimma, befinden. Khalids Team bereitet sich bereits ab August intensiv auf jede Ernte vor. Zu den Vorbereitungen gehören die Wartung der Maschinen, die Sicherstellung der Wasser- und Stromversorgung sowie die Vorbereitung der Ausrüstung und der Trocknungsbeete. Sie reinigen Netze, ersetzen Bettholz und bereiten Lagerhallen vor, um sicherzustellen, dass die Standorte vor Beginn der Ernte gut organisiert und einsatzbereit sind.
Khalids Team schult die Mitarbeitenden ausserdem in Bezug auf Erntestandards, Finanzprozesse und die ordnungsgemässe Dokumentation. Finanzielle Herausforderungen, Arbeitskräftemangel und unvorhersehbares Wetter stellen dabei ständige Hindernisse dar. Im Jahr 2021 starteten sie ein Schulungsprogramm für Vertragsbäuer:innen und haben seitdem ihre Liste von 27 auf insgesamt 110 für alle Standorte erweitert. Diese Partnerschaften basieren auf Vereinbarungen, die die Ankaufspreise für Kirschen und Provisionen regeln, sowie auf Schulungen zu Methoden des ökologischen Landbaus, wobei der Schwerpunkt auf der Verwendung von Kompost anstelle von chemischen Düngemitteln liegt.
Qualitätskontrollen mit internen Audits umfassen detaillierte Fragebögen zu verschiedenen Aspekten der Betriebsführung, während die externen Audits von ECOCERT durchgeführt werden, das die Bio-Zertifizierung vornimmt. Dieser strenge Zertifizierungsprozess beginnt im Juni und dauert in der Regel drei Monate. Er umfasst Kontrollen der landwirtschaftlichen Praktiken, der Einkaufsunterlagen und der Exportabläufe, um die Rückverfolgbarkeit und die Einhaltung der Vorschriften während des gesamten Produktionsprozesses sicherzustellen. Khalids Unternehmen muss mehrere Lizenzen jährlich verlängern: die Lieferantenlizenz, die Exportlizenz und die Anbaulizenz. Diese Verlängerungen werden sorgfältig abgewickelt, um sicherzustellen, dass alles für die Kaffeeernte bereit ist. Der Kaffee wird von Agaro nach Addis Abeba transportiert und passiert dabei mehrere Kontrollpunkte, darunter Jimma, Welkite und Dimtu. Nach der Ankunft in Addis durchläuft der Kaffee eine abschliessende Verarbeitungsstufe in einer beauftragten Trockenmühle, wo er gereinigt, sortiert und für den Versand verpackt wird.
Über die Kooperationen
Khalid arbeitet gemeinsam mit BELCO und Roasters an einem Projekt zur Einrichtung einer Agroforst-Baumschule. Diese Initiative zielt darauf ab, das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Kaffeeanbau, Biodiversität und Klimawandel zu schärfen. Durch die Einbindung von Agroforstpraktiken soll das Projekt die Produktivität der landwirtschaftlichen Betriebe steigern, die Biodiversität fördern und die Umwelt schützen. Neben seinen Aktivitäten im Bereich der Kaffeeproduktion engagiert sich Khalid Shifa auch für Gemeinschaftsprojekte.







