Interior Design Lukas-Hof

Wie schon in einem älteren Blog-Post erwähnt, hatten wir im Rahmen eines Architekturwettbewerbs an der ETH Zürich, unser Interior Design ausgeschrieben. Überzeugt hatte das Projekt vom Duo Jungwoo Lee und Florian Ringli.

Flo (ringli.info) verfeinerte die Projekteingabe, war für das gesamte Construction Management, die Planung und Baueingabe verantwortlich. Zudem war er Ansprechspartner für die Behörden und leitete den Bau bis zum Abschluss. Das finale Resultat hat er massiv geprägt, auch nach der Wettbewerbseingabe. Um es in seinen Worten zu fassen:

Die für die miró manufactura de café gewählten Materialien vereinen die industrielle mit der gastronomischen Nutzung. Entstanden ist eine Oberflächengestaltung, die von Gegensätzen geprägt ist: roter Kunststein konkurrenziert mit verzinkten Stahlprofilen, Glas mit Plastik, Weissputz mit den Abwasserrohren aus schwarzem Kunststoff. Die dabei entstehende Hybride steht stellvertretend für die Gesamtheit der Leistungen, die in den Räumlichkeiten angeboten werden. Géraldine Reckers und Yoichi Iwamotos Bilder erfassen die Koexistenz der Material und dokumentieren das hybride Neue. 

Im Rahmen eines Mieterausbaus für die Mirò Manufactura de Café erfolgte eine Zusammenlegung dreier unabhängig voneinander zugänglichen Büroräume. Die Infrastruktur wurde dafür der zukünftigen Nutzung angepasst und wo notwendig ergänzt. Im von der Strasse zugänglichen Café liegt die von allen Seiten einsehbare Kaffeebar. Räumlich zurückversetzt folgt die Rösterei mit einem kleinen Schulungstresen. Den Abschluss bildet das neue Büro der Firma. Je nach Bedarf können die Räume zusammengeschaltet und so für grössere Veranstaltungen genutzt werden. Der Prozess des Röstens hingegen bleibt für die Gäste wie auch für die Passanten jederzeit komplett einsehbar.

‘God is in the details’ sagte jeweils Jungwoo Lee während unseren Treffen. Ursprünglich von Mies van der Rohe, hat auch Jungwoo nicht unrecht. Denn all die kleinen (zum Teil auf den ersten Blick nicht sichbare) Details schliessen dieses Werk wundervoll ab. Wir sind Stolz und Glücklich. Stolz darauf, dass in der sonst eher banalen Welt von Café-Architektur und Interior Design, den Mut hatten etwas auszuführen, was polarisiert, vielen gefällt und vielleicht auch wegweisend für andere und uns sein wird.