Coffee for JEFF

Gestartet hat alles vor einigen Jahren, als wir Marina an einem Filterkaffee Workshop im BachserMärt Kalkbreite kennen lernten. Über die Jahre hinweg haben sich unsere Wege dann immer wieder gekreuzt, sei es an Parties oder auch als Auftragnehmer für JEFF. JEFF – so heisst die Kommunikationsagentur in Zürich bei der Marina als Project Manager tätig ist. Aber zurück zum Kaffee. Marina’s Neugierde zum Thema, von der Bohne bis zur Tasse ist über die Jahre immer stärker gewachsen und so entschied sie sich im Sommer 2017 für ihre zweite Kaffeereise nach Nicaragua. Aber das erzählt sie wohl am besten selber:

«Nueva Segovia, Nicaragua. Hier tauschte ich meinen Agenturalltag in Zürich für knapp 10 Wochen gegen Gummistiefel und eine unbezahlbare Kulturreise ein. Ocotal war mein Zuhause für diese Zeit, ein Bergdorf in den Kaffeehügeln Nicaraguas, 9.263 km Luftlinie von Zürich und 225km von der Hauptstadt Managua entfernt. Wie in den meisten Teilen des Landes leben die Bewohner auch hier vorwiegend vom Kaffee- und Tabakanbau.

Bereits vor zwei Jahren, während einer Auszeit zwischen meinem langjährigen Job beim Telekomunternehmen Orange und meinem Start ins Agenturleben bei JEFF, landete ich zufälligerweise auf Claudia’s Farm „El Arbol“ in der Nähe von Ocotal. Während vier Wochen lebte ich mit 3 weiteren Celes (Weisse) als eine der ersten Austausch-Probandinnen des Projektes auf der abgelegenen Farm in Dipilto Viejo mit Blick auf die gegenüberliegenden Hügel Honduras. Tagsüber stiefelten wir mit Benito, dem Verantwortlichen der Arbeiter, durch die sumpfigen Hügel, schlängelten uns zwischen den unzähligen Kaffeepflanzen der knapp 40 Hektaren grossen Farm hindurch und lernten viel über das Anpflanzen des Kaffees, Krankheiten der Sträucher und den ganzen Ernteprozess bis zum Export der grünen – oder wie die Nicaraguaner sie nennen – der goldenen Bohnen.

Ich blieb mit Claudia in Kontakt und lernte bei einem Besuch in Belgien auch ihr Freund Tim kennen. Zusammen brainstormten wir für gemeinsame Projekte auf der Farm. Wir teilten unsere Wertvorstellungen in vielerlei Hinsichten und fanden Motivation und Interesse in den gleichen Gebieten; Jedoch wurde es für mich schnell klar, dass ein solches Herzens-Projekt für mich auch mit einem Umzug nach Nicaragua zusammenhängt, wofür ich nicht bereit war. Nichtsdestotrotz wollte ich die Chance nicht entgehen lassen, für eine Zeit mit Claudia und Tim im Projekt und auf der Farm zu leben und mitzuhelfen, und so reiste ich im Winter 2017/2018 nach Ocotal, wo ich die hitzige aber umso spannendere Erntezeit mit ihnen und dem ganzen Team erlebte.  Ich sammelte erste Erfahrungen im Cupping, war bei Barista-Trainings in der nationalen Kaffeeschule dabei und lernte nicht zuletzt auch dank der Gespräche während unseren vielen Autofahrten zwischen der Drymill, Farm, Kaffeeschule und Handwerksläden in unseren Gesprächen unzähliges über die Herausforderungen, Entwicklungen und Potentiale im Kaffeebereich.

Umso mehr freut es mich – dank dem Support von miró, Kaffeemacher, Tim und Claudia – durch JEFF einen exklusiven Jahresbedarf an Kaffee von el Árbol für unsere Agentur importieren zu dürfen. JEFF hat mir nicht nur ohne zu zögern eine Auszeit für meine persönliche Entwicklung ermöglicht, sondern teilt nun auch meine Freude und Motivation für den Kaffee und unterstützt mit dem Import direkt das Projekt und die unglaubliche Arbeit von Tim & Claudia vor Ort inklusive sämtlichen Arbeitern auf der Farm.»

Ein grosses Dankeschön geht an Benjamin Hohlmann, Philipp Schallberger, Tim Willems und Claudio Lovo. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen diesen schönen Kaffee zu importieren. Leider ist er exklusiv für Jeff – vielleicht im neuen Jahr können wir die eine oder andere Röstung bei uns im Kaffee aufbrühen. Stay tuned!